Dienstag, 3. Februar 2009

Warum Rom? - Why Rome?

Wenn man im regnerischen Alltag versunken ist, sich die Bücher mit italienischer Grammatik, Vokabeln und banaler Kinderliteratur auf dem Tisch stapeln und einem die tägliche Pasta fade vorkommt, kann einem eine solche Frage berechtigt vorkommen. Zugegeben, global gesehen ist es wohl nicht besonders hilfreich die italienische Sprache zu beherrschen. Außerdem sind die Mieten in Rom teuer, die Heizungen dafür aber kalt. Die Busse sind unzuverlässig und die Straßenverkäufer lästig. Das Fernsehprogramm dämlich und die Männer aufdringlich. Die Nachbarn laut, der Verkehr mörderisch. Also was kann ich an diesem furchtbaren Ort nur so anziehend gefunden haben?

When being immersed in a rainy everyday life, with books of Italian grammar, vocabulary and trivial children's literature piling on the desk only with the daily pasta dish as a monotonous interruption of the studies in prospect, this kind of question seems appropriate. Truth be told, globally seen it is obviously not of great importance to be proficient in the Italian language. Also the rents in Rome are high, but the heaters unfortunately cold. The busses are unreliable and the street vendors annoying. The TV program dull and the men sleazy. The neighbors noisy, the traffic murderous. So what was it about this horrible place that I thought so enticing?

Vielleicht war es ein Kunstwerk, das mir seit meinem ersten Besuch der ewigen Stadt einfach nicht aus dem Sinn ging. Ziemlich naiv stand ich vor fünf Jahren im Petersdom vor einer Marmorskulptur, in der ich dank meiner rudimentären kunsthistorischen Kenntnisse die trauernde Maria mit dem Leichnam des erwachsenen Christus auf dem Schoß erkennen konnte. Dass dieses Werk aber einen so namhaften Urheber hat, ahnte ich zu jenem Zeitpunkt noch nicht. Und auch von jeglicher religiöser Verehrung war meine Faszination für dieses Meisterwerk völlig losgelöst. Und doch hat mich die Pietà von Michelangelo mehr berührt als es je ein anderes Kunstwerk bis heute vermochte. Noch nie hatte ich einen tatsächlichen Stein gesehen, der so weich, so fließend, so zart, so traurig, so verletzlich und so erhaben aussah wie dieser. Die Aura dieser Figuren hielt mich mehrere Minuten gefangen, bevor ich mit dem Rest der Gruppe meinen Weg fortsetzen musste. Aber die Begeisterung nahm ich mit mir.

Maybe it was a particular piece of art that I could not get off my mind since my first visit of the eternal city. Five years ago I found myself simpleheartedly looking at a marble sculpture in Saint Peter, that I was able with my rudimentary knowledge of art history to identify as the mourning Holy Mary with the dead body of Jesus Christ on her lap. At this point I was absolutely clueless about the well-known creator of this masterpiece. And my admiration was also absolutely isolated from any possible religious worship. Yet still the Pietà by Michelangelo had touched me more than any other work of art was ever able to touch me. Never had I seen an actual stone, that looked so soft, so flowing, so tender, so sorrowful, so vulnerable and so sublime like this one. The aura of the sculpture held me captured for several minutes until I was forced to continue my way with the rest of the group. But the pure fascination I took with me.

Vielleicht war es aber auch die italienische Sprache selbst, die mir eine intensive Auseinandersetzung wert schien. Tatsächlich kam ich schon früh in Berührung mit ihr, aber im Klavierunterricht waren Bezeichnungen wie "Adagio", "Fermate" oder "Pianissimo" damals nur eine Terminologie, die ich losgelöst von irgendeinem Sprachfluss auswendig lernen musste und verwendete. Erst später im Kontext der schönen Literatur fielen dann Namen wie Dante, Petrarca oder Boccaccio, die in ihren Werken zum ersten Mal eine Sprache verwendeten, die man als "volgare" bezeichnete, dessen Klang mir aber alles andere als ordinär schien.

But maybe it even was the language itself, that seemed to me to be worth a closer occupation. In fact I early came into contact with Italian, but in my piano lessons names like "adagio", "fermate" or "pianissimo" were mere terminology, that I had to memorize and use totally detached from any speech-flow. It was not until later in the context of belles lettres that I was confronted with names like Petrarca, Dante or Boccaccio, who for the first time used for a language for their works, that was called "volgare", but which sounded anything but vulgar to me.

Und vielleicht war es auch kein Zufall, dass kurze Zeit später statt rockigen Gitarrenriffs plötzlich virtuos gesungene Koloraturen oder angenehme Vibrati meine Stereoanlage immer öfter zum Beben brachten. Ganz zu schweigen von meinen eigenen bescheidenen stimmlichen Erfolgserlebnissen auf Italienisch, die eine geduldige und aufmerksame Lehrerin aus meinem ungeübten Körper heraufbeschwören konnte. Schnell wurde mir bewusst, wie ideal sich das Italienische eignete, um zu Musik erhöht zu werden und eine traumhafte artistische Gefühlswelt zu erschaffen, die einzig auf der Opernbühne zu vollendeter Realität wird. Kein Wunder also, dass die Geburtstätte dieser Kunstform hier in Italien zu finden ist.

And maybe it wasn't a coincidence that shortly afterwards my speakers were not longer rattling of rock guitar riffs but were trembling of masterly sung coloraturas or pleasant vibratos. Not to mention my own humble vocal experiences of achievement in Italian, that a patient and attentive teacher was able to extract from my untrained body. Soon I realized how ideally the Italian language qualified for being elevated into music and thus creating a dreamlike artistic world of sentiment, that solely can be put into its perfect reality on the opera stage. No wonder that the birthplace of this art form is to be found here in Italy.

Saget, Steine, mir an, o sprecht, ihr hohen Paläste!
Straßen, redet ein Wort! Genius, regst du dich nicht?
Ja, es ist alles beseelt in deinen heiligen Mauern,
Ewige Roma; nur mir schweiget noch alles so still.
O wer flüstert mir zu, an welchem Fenster erblick' ich
Einst das holde Geschöpf, das mich versengend erquickt?
Ahn' ich die Wege noch nicht, durch die ich immer und immer,
Zu ihr und von ihr zu geh'n, opfre die köstliche Zeit?
Noch betracht' ich Kirch' und Palast, Ruinen und Säulen,
Wie ein bedächtiger Mann schicklich die Reise benutzt.
Doch bald ist es vorbei; dann wird ein einziger Tempel,
Amor's Tempel, nur sein, der den Geweihten empfängt.
Eine Welt zwar bist du, o Rom; doch ohne die Liebe
Wäre die Welt nicht die Welt, wäre denn Rom auch nicht Rom.

(I. Römische Elegie, Johann Wolfgang von Goethe)

Aber vielleicht war es auch etwas gänzlich Unbestimmbares, das mich in diese Stadt gelockt hat. Etwas, das schon viele Schriftsteller gespürt haben müssen und das zu zahllosen Kunstwerken inspiriert hat und immernoch inspiriert. Ob Edgar Allan Poe oder Rainer Maria Rilke, Friedrich Hebbel oder Horaz, Franz Grillparzer oder Oscar Wilde; sie alle wurden berührt von der Schönheit dieser Hauptstadt der Welt mit ihren unzähligen Kunstschätzen, deren Ausstrahlung allgegenwärtig ist und einem in der reinen Betrachtung eine Ahnung von jener Ewigkeit offenbaren kann, die mit diesem Ort so selbstverständlich in Verbindung gebracht wird.

However, maybe it was something completely undefinable, that lured me into this city. Something, that many authors have felt; that inspired them to innumerous pieces of art and still does. Edgar Allan Poe or Rainer Maria Rilke, Friedrich Hebbel or Horaz, Franz Grillparzer or Oscar Wilde; all of them were touched by the beauty of this capital of the world and its many art treasures, whose presence is ubiquitous and can reveal in the sheer observation a glimpse of that eterny, which is always so naturally associated with this piece of ground.

The Coliseum

Lone ampitheatre! Grey Coliseum!
Type of the antique Rome! Rich reliquary
Of lofty contemplation left to Time
By buried centuries of pomp and power!
At length, at length - after so many days
Of weary pilgrimage, and burning thirst,
(Thirst for the springs of love that in thee lie,)
I kneel, an altered, and an humble man,
Amid thy shadows, and so drink within
My very soul thy grandeur, gloom, and glory.

[...]

These crumbling walls; these tottering arcades;
These mouldering plinths; these sad, and blacken'd shafts;
These vague entablatures; this broken frieze;
These shattered cornices; this wreck; this ruin;
These stones, alas! - these grey stones - are they all;
All of the great and the colossal left
By the corrosive hours to Fate and me?

[...]

(The Coliseum, Edgar Allan Poe)

In solchen Gedanken versunken lehne ich mich in meinem Stuhl am Schreibtisch zurück und bemerke ein paar zaghafte Sonnenstrahlen, die durch meine zugezogenen Vorhänge fallen. Ich stehe auf, ziehe die Gardinen zurück und öffne beide Balkontüren. Ich halte kurz inne; mit ausgebreiteten Armen und Händen an den Türflügeln hindere ich diese daran wieder zuzufallen und atme die noch regenschwere Luft. Dann kehre ich zu meinem Arbeitsplatz zurück. Nach wenigen Mausklicken ertönt ein lyrisches "Quando m'en vo" aus den viel zu kleinen Lautsprechern, bevor ich mich draußen auf dem Balkon auf einer kleinen Holzbank niederlasse und die letzten Sonnenstrahlen des Tages die aufgeschlagenen Buchseiten der "Canzoniere" und meine eigenen Gesichtszüge erhellen.

Engrossed in this trail of thoughts I lean back in my chair at my desk and notice a few timid rays of the sun, that gleam through my closed curtains. I get up, part the drapes and open both of the balcony doors. I pause; with outstretched arms and hands I prevent the leafs from closing again and breathe the air that is still heavy with rain. Then I return to my working place. After few mouse clicks a lyrical "Quando m'en vo" sounds from my much too small speakers; after that I take a seat on the small wooden bench on the balcony and let the last rays of the day enlighten the pages of the "Canzioniere" and my own soft facial features.

Mittwoch, 28. Januar 2009

Nur Geduld..... argh!

Geduld ist eine Tugend. Und zwar eine Tugend, die für das Überleben in Rom von essentieller Wichtigkeit ist.

Patience is a virtue. In fact it is a virtue of paramount importance for surviving in a city like Rome.

Wenn man wie ich darauf angewiesen ist, täglich die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen, kann man nicht umhin ein wenig Heimweh zu bekommen. Im Stadtgebiet von Rom gibt es ein dichtes Verkehrsnetz und vier unterschiedliche Verkehrsmittel, die ich auch alle brav und häufig und meist sogar mit gültiger Fahrkarte benutze. Aber ob ich nun im Bus stehe, der viel zu schnell über das allgegenwärtige Kopfsteinpflaster rappelt oder ich in einer der beiden Metro-Linien Platz nehme, um von immer wieder denselben drolligen Cartoons auf die vielen Taschendiebe hingewiesen zu werden; immer verlangen diese Fortbewegungsmittel ein ungeheures Maß an Geduld. Natürlich, theoretisch sind die Busse nie zu spät. Es gibt nämlich schlicht und einfach keinen Fahrplan. Nur die erste und letzte Abfahrt des Tages ist auf den kleingedruckten Bushaltestellenschildern zu lesen. Wenn man dann aber tatsächlich das Glück hat, sich nach kurzer Wartezeit in den richtigen Bus setzen zu dürfen, steigt plötzlich der Busfahrer aus und nimmt eine kreative Pause. Mit einer Zigarette in der Hand bespricht er sich dann heftig gestikulierend mit seinen Kollegen, bevor er dann irgendwann seine Fahrkabine wieder betritt und das nun schon lauschig vollgestopfte Gefährt endlich in Bewegung setzt. Erleichtert atmet man also auf und freut sich schon nach einem anstrengenden Tag mit diversen Besichtigungen endlich die Füße auf der heimischen Couch hochzulegen und findet sich aber nach wenigen Minuten auf einer völlig überfüllten Kreuzung mitten in der Rush Hour wieder. Während ein Huporchester erdröhnt und sich Roller und Kleinwagen an Ampeln und größeren Vehikeln vorbeischleichen und die störenden Verkehrsregeln einfach mal gut sein lassen, kommt man als Insasse eines Busses nur zentimeterweise voran. Wer hier links abbiegen will, sollte eine ausdauernde Blase und einen großen Schimpfwortschatz bereithalten.




If one is like myself dependent on using Roman public transportation almost everyday, it is only natural to becoming somewhat homesick. In the urban region of Rome there is a dense public transport network with four different means of transportation, that I use often and most of those times even with a valid ticket. But whether I'm standing in a bus, that rattles over the cobblestone streets much too fast or whether I take a seat in one of the two subway lines to be cautioned against pickpockets by always the same dull cartoons; these means of transportation always demand a lot of patience. Of course, theoretically the busses are never late. That is because there simply are no timetables. Just the first and last departure of the day are being announced on the small printed busstop-signs. If one has for once the luck to get onto the right bus after just a short wait, the busdriver will suddenly get off to take a creative pause. With a cigarette between the fingers he debates with his colleagues while gesticulating intensely, before he finally takes his seat in the driver cabin and starts the now cozily packed vehicle. One sighs with relief and looks forward to putting one's feet up on the homey couch just to find oneself in the middle of a crowded crossroads during rush hour after few minutes. While an orchestra of honks roars and scooters and compact cars sneak pass the bigger vehicles and traffic lights, as a passenger in a bus one is moving forward only by the centimeter. Whoever wants to make a left turn on this crossroads should be the owner of a big bladder and an even larger vocabulary of cuss words.

Aber auch wenn man sich auf die Fähigkeiten des eigenen Laufvermögens verlässt, kann man in die Verlegenheit kommen, seine eigenen Geduldsgrenzen kennenzulernen. Möchte man beispielsweise eine einfache Auskunft an der Universität bekommen, stellt man sich an einer langen Schlange an, die vor einem Schalter mit der Aufschrift "Info" steht, nur um dann nach halbstündiger Wartezeit von der zuständigen Dame mit dem Hinweis auf ein anderes Büro vertröstet zu werden. Hat man jenen Raum dann endlich gefunden, wird man schlicht auf eine ganz andere Abteilung verwiesen, die sich unlogischerweise in einem anderen Gebäude des Campus befindet. Und wenn man dann sogar hier nicht mit den richtigen Informationen versorgt wird, möchte man nur noch rufen: "Verdammt und zugenäht, wo bekomme ich denn nun diesen verflixten Passierschein A38?!

But even if one relies on one's own running abilities, one can get into the inconvenience of getting to know the limits of one's own patience. If you are in need of a simple information at the university for intance, you can get into an already long line for a desk with the sign "info" on top of it, just to be referred to another office after a half hours wait. When you were then able to find the room in question, you will probably be referred to yet another department which illogically is situated in a whole other building on the campus. And if you even there won't get provided with the right information, you just want to scream out: "Damnation, where the hell do I get this darned permit A38?!"

Mittwoch, 14. Januar 2009

Alltag in Rom - Everyday life in Rome

Gerade sind Semesterferien, was bedeutet, dass ich frei über meine römische Zeit verfügen kann. Gestern kam mir deswegen in den Sinn, dass ich mal wieder einen ausgedehnten Spaziergang durch die historische Innenstadt machen sollte.
Ich stehe also gut gelaunt am späten Vormittag auf und versorge mich schnell mit einem Frühstück, das für meine Mitbewohner jedes Mal wieder befremdlich wirkt. Es scheint absurd zu sein, erst ein Spiegelei zu essen, dann Toast mit Wurstaufschnitt und zuletzt dann Toast mit Marmelade. "Wurst und Marmelade, wie unappetitlich!" Auch wenn ich nach diesen Kommentaren jedesmal darauf hinweise, dass ich Wurst und Marmelade ja nicht auf einem einzigen Toast esse, sondern zwei gesonderte Scheiben dafür verwende, bleiben die verblüfften Blicke.

At the moment it is semester break for me, which means, that I have time to spare for taking a long and relaxing stroll through the historic center, for instance. That is what yesterday crossed my mind.
So I wake up before noon, in good spirits, and treat myself to a nice breakfast, which still seems strange and outlandish to my two roommates. It appears to be bizarre to first eat a fried egg, then toast with cold meat and afterwards toast with jam. "Jam and salami, how gross!" Even if I explain to them everytime, that I do not eat jam and meat on a single toast but on two seperate ones, I cannot get the bewildered looks off their faces.

Auf dem Weg zur Bushaltestelle drehe ich mich dann wie so oft nach dem Geräusch eines schmalen Wasserstrahls, der auf den Asphalt trifft, um und stelle wieder erleichtert fest, dass gerade nicht jemand am helllichten Tag seine Notdurft an einer Straßenecke verrichtet, sondern dass wie gewohnt der Nasone sein Wasser spendet. Diese kleinen Trinkwasserbrunnen sind in ganz Rom zu finden und versorgen die Stadt rund um die Uhr mit qualitativ hochwertigem Wasser. Besonders in den heißen Sommermonaten sind die Nasoni ("große Nasen") mit ihrem erfrischend kühlen Nass ein willkommenes Geschenk der Stadt.

On my way to the busstop I turn around to the sound of a small jet of water which hits the curb and I am as always relieved to not find a guy doing his business in the middle of the day in the middle of the street but just the Nasone that gives off water. These little drinking water fountains can be found all over Rome and provide water of high quality for the city. Especially in the hot summer months the Nasoni ("big noses") with their cool and refreshing offering are a welcome bounty.

Am Hauptbahnhof Termini angekommen mache ich mich auf den Weg über die Piazza della Repubblica die Via Nazionale entlang. Ich mache Halt an den vielen Souvenirläden und überlege, ob ich wieder ein paar Postkarten verschicken sollte. Als ich zahlen möchte, spricht mich die Verkäuferin erst auf Englisch an und antwortet dann auf meine italienischen Grußworte und meine Frage nach passenden Briefmarken mit einem gut gelaunten "Ach, Sie sind ja Italienerin!" Nachdem ich diese Bestätigung einige Sekunden genüsslich auskoste, gebe ich aber zu, dass ich nicht aus Italien komme. "Sie sprechen aber wirklich gut Italienisch!"
Fröhlich trete ich dann wieder auf die Straße. Es hat angefangen zu nieseln. Aber meine Schritte, die mich Richtung Piazza Navona lenken, sind trotzdem beschwingter als vorher.

Having finally arrived at the main station Termini I follow my way over the Piazza della Repubblica along the Via Nazionale. I stop at the many souvenir shops and consider sending out some postcards. The cashier greets me in English but as I start asking her about some stamps for the cards in Italian she exclaims in the same language: "Oh, you're Italian!" After savoring this moment I admit that I am unfortunately not Italian. "But your Italian is very good!"
Cheerfully I step back on the street. It has begun to drizzle. But my steps, that lead me to the Piazza Navona, are anyhow a little easier.

Montag, 5. Januar 2009

My tiny steps through the eternal city

Tatsächlich. Schon habe ich die Hälfte meiner italienischen Zeit absolviert und nur noch drei weitere kurze Monate in dieser wunderschönen Stadt liegen vor mir. Der Jahreswechsel, der genau in dieser Mitte lag, machte mir diese Tatsache nur umso bewusster und verursachte in mir gemischte Gefühle. "Wir stoßen an auf dein erstes italienisches Silvester von den vielen Silvestern, die du in Italien verbringen wirst!" So begrüßte mich meine Freundin Francesca im neuen Jahr, was mir schlicht das Herz erwärmte. Ich könne unmöglich im März wieder nach Deutschland zurück gehen, stellt sie immer wieder fest, denn wenn ich Rom nicht im Frühling und im Sommer gesehen hätte, hätte ich die ewige Stadt nur halb gesehen! Was für ein Gedanke. Einfach hier bleiben und Italien zu meiner neuen Heimat werden lassen. Nein, Rom und die lieben Menschen, die ich hier getroffen habe, werden mir den unvermeidlichen (zumindest vorläufigen) Abschied nicht leicht machen. Es ist wunderbar hier.

It's a fact. Half of my time in Rome has passed and only three more short months in this wonderful city lie ahead of me. The turn of the year, which coincided with this point of my stay in Rome, made me only more aware of this fact as I already have been, and has stirred up mixed feelings in me. "Let us drink to you first New Year's Eve of the many you will spend in Italy!" This is how my friend Francesca welcomed me in 2009, what simply rejoiced my heart. "You just cannot go back to Germany after march", is what she often declares, "because if you haven't seen Rome in spring and summer, you haven't seen Rome at all!" What a thought. Simply stay here and make Italy my new home. Indeed, the eternal city and the lovely people I met here won't let me go easily.

Es gibt in der Tat nur einen Grund, eine italienische Besonderheit, die mich oft mit Wehmut an die deutsche Heimat denken lässt und die ich eigentlich in diesen Berichten außen vor lassen wollte. Doch die Häufung der Ereignisse macht es mir einfach unmöglich diese Wirklichkeit, die ich täglich erlebe, unbeachtet zu lassen. Die Kehrseite am Leben in Italien wird nämlich zum Großteil von der italienischen Männerwelt verursacht. Nein, hier gibt es leider in erster Linie nicht schöne, charmante und gutgekleidete Gentlemen, sondern vielmehr kleine, aufdringliche und schlechtfrisierte Machos, die anscheinend der simpelsten zwischengeschlechtlichen Kommunikation unfähig sind. Wir kennen ja alle den Vorwand der Männer für deren Unverständlichkeit des weiblichen Geschlechtes, ein "nein" aus unserem Mund bedeute eigentlich "ja" und umgekehrt. Italiener nehmen sich dieses Prinzip nun also mehr als folgsam zu Herzen und verstehen nicht nur ein einfaches "nein" als "ja", sondern auch ein "Nein, ich habe einen Freund, dem ich niemals fremdgehen würde" oder ein "Nein, ich treffe mich nicht mit verheirateten Männern" oder auch ein "Ich habe jetzt schon mehrere Male gesagt, dass ich es nicht leiden kann, wenn du mich dauernd unaufgefordert anfasst, verstanden?! Nein!". Es ist genauso frustrierend wie es für die umstehenden Zuschauer immer wieder amüsant ist. Ich will damit keinesfalls bestreiten, dass nicht auch sympathische Italiener männlichen Geschlechtes hier zu finden sind, aber leider trifft man häufig genug eben auf die andere Art Mann, die einem die Extreme der eigenen Frustration und Wut offenbaren können.



Truth be told, there is only one reason, one italian particularity, that makes me often think with wistfulness about my home country. In fact, I wanted to skip this topic in these my statements, but as the events accumulate I cannot ignore this part of my everyday life anymore and have to make it heard by all of the deluded female population out there. The downside of life in Italy is first and foremost represented by italian men. No, unfortunately there are no gorgeous, charming and well-dressed gentlemen everywhere, but rather short, sleazy and badly-coiffured machos, who are obviously incapable of the simplest of inter-gender communication. Yes, we all know the pretense of all mankind for their lack of understanding the opposite sex, that a "no" leaving our lips actually wants to say "yes" and vice versa. Now italians keep to this principle with heart and soul and not only take a simple "no" as a "yes" but also a "No, I have a boyfriend, on whom I would never cheat", or a "No, I don't go out with married men", or even a "I already asked you about ten times to not keep touching me for no apparent reason, got it?! No!". It is really as frustrating as it is often amusing to the nearby spectators. Though I won't argue that there aren't any likable and nice italian men to find here, I can certify through my own daily experience that in most of the cases one will encounter one of the other kind, who are capable of revealing one's own limits of frustration and rage.

Aber genug genörgelt! Italien spart schließlich nicht an gutem Essen, gutem Wein, lebhaften Gesprächen in einer schönen Sprache, prächtigem Ambiente und einer angenehmen Wintersonne, um dieses eine Manko aufzuwiegen. Mir jedenfalls fällt es nicht schwer bei all diesen Vorzügen darüber hinwegzusehen. Italien wird mir fehlen und ich werde die mir verbleibende Zeit nutzen, um noch so viel davon zu erleben wie möglich.

But enough with the complaining, already! After all, Italy offers good food, good wine, lively conversations in a beautiful language, a gorgeous ambience and a nice winter sun to compensate for this one little flaw. Considering all these merits it is not hard to overlook it. Safe to say that I will miss Italy and Rome and I will use the remaining three months to experience it in (almost) all its particulars as much as possible.

Dienstag, 23. Dezember 2008

Wo steht denn bei Ihnen der Rotkohl? - Does this store also carry german red cabbage?

Wie kommt man am besten in die richtige Weihnachtsstimmung? Das habe ich mich in den letzten Wochen gefragt und versuchte es mit: Geschenke einkaufen in dichtgedrängten Einkaufspassagen, einem Weihnachtskonzert in San Giovanni in Laterano, den Plastik-Weihnachtsbaum schmücken, selbst gemachtem Glühwein und natürlich Bing Crosby. Aber erst heute hatte ich das einzigartig weihnachtliche Erlebnis einen Tag vor Heilig Abend Zutaten für ein "proper christmas dinner" zu besorgen. Das nämlich hat mir der morgige amerikanische Küchenchef aufgetragen; dazu sollte ich noch "some typical german christmas things" beschaffen, was mich im ersten Moment leicht unruhig gemacht hat. Was sind denn typische deutsche Weihnachts-"Sachen"? Mir fiel dann zum Glück der Glühwein ein, der wie ich hoffte dazu eingesetzt werden konnte, vergessen zu machen, dass ich keine anderen kulinarischen Köstlichkeiten aus der Heimat beisteuern konnte. Aus zuverlässiger Quelle erhielt ich dann den Tipp für Apfel-Rotkohl, den ich also auch brav auf meine jetzt schon lange Einkaufsliste schrieb.

How do I get into the christmas spirit? That is what I asked myself during the past few weeks and tried with shopping for christmas presents in the crowded shopping miles of Rome, a christmas concert in San Giovanni in Laterano, decorating the plastic christmas tree, self-made "Glühwein" and of course Bing Crosby. But only now I had the pleasure of making the unique christmas experience of going shopping for "a proper christmas dinner" on the day before Christmas Eve, since this is what tomorrow's chef had instructed me to do. In addition I was supposed to get some "typical german christmas things" as well, what at first struck me with awe. What in heaven's name are typical german christmas things? Fortunately I remembered the hot wine, which I hoped could be used to make the chef de cuisine forget about me not being able to contribute any other german delicacy. Fortunately a reliable source then suggested me red cabbage, which I thus happily added to my already long grocery list.

Frisch und guter Dinge verließ ich dann heute Morgen das Haus, um den nächsten Supermarkt aufzusuchen, der vollgestopft mit kleinen italienischen Mamas war, die mit ihren riesigen Einkaufswägen die Gänge verstopften, während sie mit einem Bündel mir unbekannten Gemüses in der Hand in eine lebhafte Diskussion mit der nächsten Verkäuferin vertieft waren. Die Schlange an der Kasse verlangte dementsprechend viel Geduld; in dieser Wartezeit konnte ich aber schon überlegen, welche Dinge ich nicht gefunden hatte und in welchem Supermarkt ich als nächstes mein Glück versuchen könnte. Dieses Spiel wiederholte sich dann in vier verschiedenen Märkten. Und wahrscheinlich war noch nie jemand so glücklich über ein Glas Rotkohl, den ich endlich im LIDL - ja, die gibt es auch in Italien und sind auf angenehme Weise genauso organisiert wie in Deutschland - fand. Dieser wird also unsere Beilage zum Putenbraten sein, da ich die gewünschte Preiselbeersoße beim besten Willen nirgends finden konnte. Und nachdem ich dann also vier Mal schon mit Einkaufstüten beladen nach Hause kam und ein entspannendes Mittagessen mit meinem Mitbewohner Giacomo genossen hatte, fiel mir brennend heiß ein, dass ich doch noch etwas vergessen hatte! Daraufhin quälte ich mich ein fünftes Mal in Mantel und Stiefel und fand tatsächlich noch etwas, das als laktosefreie Soße für unsere mit Marzipan gefüllten Bratäpfel dienen wird. Zurück in meinem warmen Zimmer beschloss ich, sofort in meinen Pyjama zu steigen und den Rest des Tages mit Kaffee, Keksen und Konversation zu verbringen. Denn nun bleibt nur noch eins zu tun: Auf einen verrückten, Oliven pflückenden, Pasta kochenden und unglaublich lieben Amerikaner zu warten, der morgen von den toskanischen Feldern zurückkehren wird und mit dem ich mein Weihnachten in Rom bestreiten werde, während Bing Crosby uns "Mele Kalikimaka" wünscht.

This morning I left the house in cheerful spirits to get to the nearest supermarket, which was crowded with cute and small italian "mammas", who blocked the corridors with their giant shopping carts while debating over some identifiable vegetable with a salesperson. The line at the checkout counter was consequently long, but while I waited I was at least able to reflect about the next supermarket where I wanted to try my luck with some things I couldn't find in the first one. This spectacle repeated itself in four other stores and probably there was never someone so happy about a jar of pickled red cabbage than me, which I found in a LIDL-market. This purchase will now serve as our side dish to our roasted turkey, as with all the best will in the world I was not able to find the requested cranberries. But after having made my way home four times with a load of shopping bags each time and after having had a nice relaxing lunch with my roommate Giacomo, it occured to me that I forgot something! So I put on my coat and boots one last time and found something that will make a nice and lactose-free sauce for our baked apples. Back in my warm and cozy apartment I decided to immediately put on my snug pajamas and to spend the rest of the day with coffee, cookies and conversation. Because now there is nothing left to do than wait for a crazy, olive plucking, pasta cooking and incredibly sweet American, who will leave his beloved Tuscan fields to spend christmas with me, while Bing Crosby is wishing us "Mele Kalikimaka".

Donnerstag, 11. Dezember 2008

Unter Wasser - Under water

Nein, der Tevere fließt nicht direkt am Kollosseum vorbei. Momentan ist aber die ganze Stadt durchzogen von neuen und unbekannten Gewässern, Bächen und Flüssen. Ein maßloses Unwetter hat sich über ganz Italien festgesetzt und beschert ihrer Hauptstadt Vekehrschaos bis hin zu völlig unpassierbaren Straßen. Mailand versinkt im Schneegestöber, während in anderen Teilen Italiens ganze Stadtteile evakuiert worden sind. Umstände, die mich zwingen im Haus zu bleiben.

No, the Tevere does not flow directly past the Colosseum. But at the moment the whole city is interspersed with new and unknown bodies of water, rivulets and rivers. An exorbitant thunder-storm established itself over Italy and bestows its capital traffic chaos up to absolutely impassable streets. Milan is struggling with snow flurries, while in other parts of the country whole districts have been evacuated. Circumstandes that force me to stay at home.

Und heute ist wohl der ungemütlichste Abend der letzten Tage. Durch meine zugezogenen Vorhänge nehme ich nur ab und zu ein Aufblitzen wahr; der Donner folgt nach längerer Wartezeit und ist noch sehr verhalten. Fast ist der heftige Regen lauter, der unaufhörlich von der Straßenlaterne gegenüber rinnt. Im Fenster, das von dieser Lampe beleuchtet wird, hängt ein nasser Weihnachtsmann. Später in der Nacht werde ich von Blitz und Donner geweckt, der so kreischend laut ist, dass nicht nur ich, sondern auch die Alarmanlagen der Autos in meiner Straße sich fast zu Tode erschrecken.

And tonight is maybe the most uncomfortable evening of the last week. Through my closed curtains I notice some lighting flashes from time to time; the thunder follows after a latency and is still very restrained. The heavy and loud rain runs constantly off the street light across from my house. On the window, which is illuminated by the lamp, there is a wet santa clause attached. Later at night I am woken up by a lightning flash and thunder, which is so shrieking loud, that not only I but also the alarm systems of the cars in my street are frightened to death.

Diese Stadt, mit ihrem ewigen Lärm, mit ihren lauten Nachbarn, mit ihrem chaotischen Straßenverkehr, mit ihren Rollern und Autos. Mit ihrem Streiten, Rufen und Hupen. Mit ihrem Weinen und Lachen. Sie scheint in den letzten Tagen gedämpft zu sein. Nur widerwillig lassen sich die Römer vom Sturm von ihren Straßen drängen und zu Ruhe und Geduld zwingen. An den noch geschäftigen und überdachten Orten kann einen die Reizüberflutung von penetranten Weihnachtsmelodien, blinkenden Lichterketten und bunten Schriftzügen dieses Erlahmen kurzzeitig vergessen lassen. Aber auch wenn das Frohe Fest offensichtlich in greifbarer Nähe ist; die römischen Lebensgeister warten darauf, dass ihre Straßen wieder trocken und warm sind. Und ich warte mit ihnen.

This city, with its eternal noise, with its loud neighbors, with its chaotic traffic, with its scooters and cars. With its bickering, shouting and honking. With its crying and laughing. It seems to be muted in the last days. Only reluctantly the Romans let themselves be shoved off their streets and forced to tranquility and patience. The still busier and roofed over places with their obtrusive christmas music, flashing fairy lights and colourful letterings can make one forget this weariness at least for a short time. But even if the happy holidays are obviously just around the corner; the roman vital spirits are waiting for their streets to be dry and warm again. And I am waiting with them.

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Neulich in Zürich - Recently in Zurich

Dada m'dada, Dada mhm' dada, Dada Hue, Dada Tza... Dadadada... Dada! Überall.
Nagut, eigentlich nunmehr nur noch in Zürich im ehemaligen Cabaret Voltaire. Dort wird noch der freie Unfug praktiziert, dort kann man es praktisch spüren, das zufällige Zusammentreffen einer Nähmaschine und eines Regenschirmes auf einem Seziertisch; diesen Hauch von Absurdität und Revolution. Bunt zusammengewürfelt finden sich hier - in der duDabar - die verschiedensten Zeugnisse der Zürcher Dadabewegung. "To be da-da or not DaDa, das isch d'Frag" Und in alter Schweizer Tradition kommen dort freie Geister zusammen, um in einem offenen Gespräch am gemütlichen Kamin, ihre Gedanken mit anderen zu teilen und daraufhin mit diesen in eine fruchtbare Konversation zu treten. Bekanntgegeben wird diese Abendgestaltung aber nur als "hirnblutung. Freistilphilosophie konkret krass."

Dada m'dada, Dada mhm' dada, Dada Hue, Dada Tza... Dadadada... Dada! All over.
Well, actually by now only in Zurich in the former Cabaret Voltaire. That is where nonsense at its best is still being practiced, that is where one can still feel the coincidental meeting of a sewing machine and an umbrella on a dissecting table. This is where one can get this tang of absurdity and revolution. In the duDaBar a potpourri of various types of evidence of the Zurich Dada-movement can be found. "To be da-da or not DaDa, that's the question" And in old Swiss tradition this is where all freethinkers gather to share their thoughts in front of the homely fireplace after which they have a cultivated and fruitful discussion. This item of the daily agenda is simply announced as "cerebral bleeding. freestyle philosophy superawesome."

Darüber kann ich als halbe Römerin ja nur milde lächeln. Freistilphilosophie wird hier an jeder Straßenecke betrieben. Mario, der Hostelbesitzer: "Heterosexuelle Männer müssen eine Wampe haben!" Lautmalerei, die an die Anfänge der menschlichen Sprachfähigkeit erinnern, ist hier Bestandteil jedes gewöhnlichen Gesprächs. Giacomo, mein Mitbewohner: "Wwaaah bääääeee" Neologismen werden hier andauernd benutzt und schamlos naiven Ausländern beigebracht. Nadia, meine Mitbewohnerin: "'Dov'è il mio... ääh.. fristi-frasti?!"

But as a semi-Roman I can only gently smile about this behaviour. Freestyle philosophy is being practiced at every street corner. Mario, the hostel owner: "Heterosexual men are supposed to have a potbelly!" Onomatopoeia, that reminds of the beginning of human faculty of speech, is element of every common conversation. Giacomo, my roommate: "Vvaaaah baaaeee". Neologism are being used permanently and also being tought to naive foreigners: Nadia, my other roommate: "Dov'è il mio... umm... fristi-frasti?!"

Überhaupt scheint mir, dass in Rom jegliche Verrücktheiten für jeden sichtbar zur Schau getragen werden können. So könnte erwähnter Mario ohne Probleme als Tingeltangel-Bob-Double durchgehen, da er seine Haare auf eine Weise wachsen und wildern lässt, die sie in dicken Strähnen vom Kopf abstehen lässt. Selbstgespräche in Bus und Bahn sind keine Seltenheit, genausowenig wie Leute, die zu dieser Jahreszeit barfuss über die römischen Pflastersteine pilgern oder Inder, die einem ungefragt mitten auf der Straße die Zukunft voraussagen. Hier ist also jeden Tag Dada angesagt. Allerdings gibt es hier keine ordentliche programmatische Aufforderung dafür. Nur das bescheidene geflügelte Wort: "When in Rome, do as the Romans do."
Ich werde mein Bestes versuchen. Aber meine Schuhe lasse ich an.

Anyway it seems to me that in Rome it is totally ordinary to parade one's nuttinesses in public. Thus the mentioned hostel owner could smoothly act as a Sideshow Bob double, as he cultivates his hair in a way that makes it stick out from his head in thick streaks. Soliloquies in public transport aren't rare, just as people who walk barefooted over the Roman cobblestones or Indians, who unsolicitedly predict one's future in the middle of the street. In Rome Dada is present everyday. However there is no proper programmatic announcement for it. And I'm being left with nothing but the decent saying "When in Rome, do as the Romans do."
I will try my best. But I'm gonna keep my shoes on.