Tatsächlich. Schon habe ich die Hälfte meiner italienischen Zeit absolviert und nur noch drei weitere kurze Monate in dieser wunderschönen Stadt liegen vor mir. Der Jahreswechsel, der genau in dieser Mitte lag, machte mir diese Tatsache nur umso bewusster und verursachte in mir gemischte Gefühle. "Wir stoßen an auf dein erstes italienisches Silvester von den vielen Silvestern, die du in Italien verbringen wirst!" So begrüßte mich meine Freundin Francesca im neuen Jahr, was mir schlicht das Herz erwärmte. Ich könne unmöglich im März wieder nach Deutschland zurück gehen, stellt sie immer wieder fest, denn wenn ich Rom nicht im Frühling und im Sommer gesehen hätte, hätte ich die ewige Stadt nur halb gesehen! Was für ein Gedanke. Einfach hier bleiben und Italien zu meiner neuen Heimat werden lassen. Nein, Rom und die lieben Menschen, die ich hier getroffen habe, werden mir den unvermeidlichen (zumindest vorläufigen) Abschied nicht leicht machen. Es ist wunderbar hier.It's a fact. Half of my time in Rome has passed and only three more short months in this wonderful city lie ahead of me. The turn of the year, which coincided with this point of my stay in Rome, made me only more aware of this fact as I already have been, and has stirred up mixed feelings in me. "Let us drink to you first New Year's Eve of the many you will spend in Italy!" This is how my friend Francesca welcomed me in 2009, what simply rejoiced my heart. "You just cannot go back to Germany after march", is what she often declares, "because if you haven't seen Rome in spring and summer, you haven't seen Rome at all!" What a thought. Simply stay here and make Italy my new home. Indeed, the eternal city and the lovely people I met here won't let me go easily.
Es gibt in der Tat nur einen Grund, eine italienische Besonderheit, die mich oft mit Wehmut an die deutsche Heimat denken lässt und die ich eigentlich in diesen Berichten außen vor lassen wollte. Doch die Häufung der Ereignisse macht es mir einfach unmöglich diese Wirklichkeit, die ich täglich erlebe, unbeachtet zu lassen. Die Kehrseite am Leben in Italien wird nämlich zum Großteil von der italienischen Männerwelt verursacht. Nein, hier gibt es leider in erster Linie nicht schöne, charmante und gutgekleidete Gentlemen, sondern vielmehr kleine, aufdringliche und schlechtfrisierte Machos, die anscheinend der simpelsten zwischengeschlechtlichen Kommunikation unfähig sind. Wir kennen ja alle den Vorwand der Männer für deren Unverständlichkeit des weiblichen Geschlechtes, ein "nein" aus unserem Mund bedeute eigentlich "ja" und umgekehrt. Italiener nehmen sich dieses Prinzip nun also mehr als folgsam zu Herzen und verstehen nicht nur ein einfaches "nein" als "ja", sondern auch ein "Nein, ich habe einen Freund, dem ich niemals fremdgehen würde" oder ein "Nein, ich treffe mich nicht mit verheirateten Männern" oder auch ein "Ich habe jetzt schon mehrere Male gesagt, dass ich es nicht leiden kann, wenn du mich dauernd unaufgefordert anfasst, verstanden?! Nein!". Es ist genauso frustrierend wie es für die umstehenden Zuschauer immer wieder amüsant ist. Ich will damit keinesfalls bestreiten, dass nicht auch sympathische Italiener männlichen Geschlechtes hier zu finden sind, aber leider trifft man häufig genug eben auf die andere Art Mann, die einem die Extreme der eigenen Frustration und Wut offenbaren können.
Truth be told, there is only one reason, one italian particularity, that makes me often think with wistfulness about my home country. In fact, I wanted to skip this topic in these my statements, but as the events accumulate I cannot ignore this part of my everyday life anymore and have to make it heard by all of the deluded female population out there. The downside of life in Italy is first and foremost represented by italian men. No, unfortunately there are no gorgeous, charming and well-dressed gentlemen everywhere, but rather short, sleazy and badly-coiffured machos, who are obviously incapable of the simplest of inter-gender communication. Yes, we all know the pretense of all mankind for their lack of understanding the opposite sex, that a "no" leaving our lips actually wants to say "yes" and vice versa. Now italians keep to this principle with heart and soul and not only take a simple "no" as a "yes" but also a "No, I have a boyfriend, on whom I would never cheat", or a "No, I don't go out with married men", or even a "I already asked you about ten times to not keep touching me for no apparent reason, got it?! No!". It is really as frustrating as it is often amusing to the nearby spectators. Though I won't argue that there aren't any likable and nice italian men to find here, I can certify through my own daily experience that in most of the cases one will encounter one of the other kind, who are capable of revealing one's own limits of frustration and rage.
But enough with the complaining, already! After all, Italy offers good food, good wine, lively conversations in a beautiful language, a gorgeous ambience and a nice winter sun to compensate for this one little flaw. Considering all these merits it is not hard to overlook it. Safe to say that I will miss Italy and Rome and I will use the remaining three months to experience it in (almost) all its particulars as much as possible.
1 Kommentar:
Hey Viktoria,
toller Blog, ich bin echt fasziniert.
Hier muss ich doch jetzt öfters mal reinschauen.
Ich finde es sehr interessant, was du alles erlebst.
Viel Spaß weiterhin.
lg Charline
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