Mittwoch, 1. Oktober 2008

Endlich in Rom! - Rome... Finally!

Rom - die ewige Stadt - ist voll von neuen, interessanten und skurrilen Menschen.
Da treffe ich zum Beispiel als erstes einen jungen amerikanischen Koch, der eigentlich nur in Italien Urlaub machen wollte, dann aber kurzerhand einfach hier blieb, um nach einer ausführlichen Selbstfindungsreise und einer symbiotischen Begegnung mit einem Kuckuck in den italienischen Wäldern nun versucht in Rom Fuß zu fassen. Oder ich lasse mich von einem italienischen Kellner auf einen Kaffee einladen, der den zum schicken Motorrad passenden Helm vorsorglich in der Privatsphäre des WC im Eckcafé auszieht, um so sein unvermeidliches "helmet hair" in Form zu bringen, bevor er mich dann mit übertriebenen Komplimenten bei meinem ersten italienischen Espresso bombardiert, wobei er während des gesamten recht einseitigen Gespräches hinter dunklen Brillengläsern versteckt bleibt. Oder ich begegne einem Haufen deutschen Studenten, die sich darüber beschweren, nach zwei Wochen in Rom noch kaum einen Satz Italienisch gesprochen zu haben, während sie gemeinsam Pläne für die nächste Erasmus-Party machen, wo wiederum über die deutsche Heimat geplaudert wird.

Rome - the eternal city - is full of new, interesting and bizarre people.
To begin with, I met a young american cook, who actually came to Italy for vacation, and now, after travelling for months through the italian woods for self-discovery and a symbiotic encounter with a coocoo, is trying to make a living in Rome. Furthermore I accepted an invitation for
a cup of coffee with an italian waiter, who arrived with a fancy motorcycle and right away had to hurry to the privacy of the cafe'e restrooms, where he took care of the unavoidable helmet hair, before starting a very onesided conversation, during which he hid himself behind some slightly too big sunglasses. Or I ran into a bunch of german students, who complained about not having spoken two proper italian sentences after being in Rome for two weeks and then made plans for the next Erasmus party, where again the chitchat will be about all details of the german home.

Zwischendurch vertreibe ich mir die Zeit mit der Zimmersuche, die mich zunehmend nervöser macht, während mir die italienische Männerschaft nur immer wieder ein „tranquilla, tranquilla“ anzubieten hat. Nagut, dann bleibe ich eben vorerst eben im M&J’s Hostel, das neben penetrant schnarchenden Zimmergenossen auch noch an heißem Wasser zu sparen scheint und mich zu der ersten eiskalten Dusche meines Lebens gezwungen hat, die mir im wahrsten Sinne des Wortes den Atem genommen hat. Jedenfalls blieb mir so für ein paar wenige wertvolle Sekunden der beständige Uringeruch der Etagenwaschräume erspart. Jedoch ist das Personal so sympathisch und zuvorkommend, dass man gerne solche banalen Bedürfnisse hintanstellt.

In the meantime I enjoy the room hunting, which makes me more and more nervous while all of the male population of Rome keep asking me to stay "tranquilla, tranquilla". Well, for the time being I will just stay at M&J's Hostel, that not only seems to allocate the most obstrusive snorers to my dorm room, but also is saving on hot water and thus forced me to take the first cold shower of my life, which literally took my breath away. At least this way I was being spared of the constant smell of urine for a few seconds. However, the hostel staff is so nice and attentive that it makes me neglect such trivial needs for the moment.

Aber dieses Hostel hat noch anderes zu bieten. Beispielsweise stößt man dort auch des öfteren auf Italiener, die offenbar nicht genug vom typisch italienischen Gruß- und Abschiedsritual bekommen und die es für unabdingbar halten, mich in diese kulturellen Feinheiten ausführlichst einzuweihen. Leider konnte ich in meinem Wörterbuch bis jetzt noch nicht die exakte Übersetzung von "Wenn du mir noch einmal zu nahe kommst, werde ich dir zu einer Karriere als Countertenor verhelfen!" finden.

But there are also other people to encounter in this hostel. Once in a while I run into italians who obviously cannot get enough of the typical italian ritual of greeting and farewell and seem to consider it necessary to make me familiar with these cultural particularities in explicit detail. Unfortunately in my dictionary I have not yet found the exact translation of "If you come close to me once momre, I will help establishing your career as a countertenor!".

2 Kommentare:

Andrea hat gesagt…

Liebe Viktoria,
Sehr interessant zu lesen, wie es dir bisher ergangen ist! Zähl bitte mit, wie vielen Männern du in deiner Zeit in Rom verbal oder tatsächlich in die Eier trittst... Würde mich interessieren!

Dann mal eine wunderschöne Zeit und viel Erfolg bei der Wohnungssuche!

Deine Andrea

Jbee83 hat gesagt…

huhu,
Mario der alte Klempner will wohl unbedingt ein Rohr verlegen...Kann man ihm nicht wirklich übelnehmen.
Wünsch dir eine heiße Dusche und viel
Spaß in Rom!

Gruß Jürgen