Sonntag, 15. Februar 2009

Excursion - Napoli

Nachdem ich in den letzten Wochen von einer regulären Grippe in eine Magen-Darm-Grippe gestolpert war, fühlte ich mich gestern endlich wieder wohl genug um meine lange angekündigte kleine Tour durch Süditalien zu starten. Das Wetter und Trenitalia machten mir die Abreise aber nicht so einfach. Pünktlich um 8 Uhr morgens stand ich am Hauptbahnhof, wo eine klassische Klapptafel mir mitteilte, dass mein Zug (und fast alle anderen auch) mindestens 40 Minuten Verspätung hatte. Nagut. Ok. Va bene. Also machte ich es mir in der eiskalten Bahnhofshalle vor der Tafel auf meinem Koffer bequem und wartete. Zwei Stunden später saß ich endlich in der eiskalten Regionalbahn. Eine halbe Stunde später setzt sich diese in Bewegung.

After recovering from a flu and running into a gastro flu after that, I yesterday finally felt well enough to go on my trip through southern Italy. However, the weather and Trenitalia didn't make my departure as comfortable as I could have hoped. At 8 o'clock sharp I was at central station in Rome, where a giant display panel informed me about my train (and almost all of the other ones too) to be at least 40 minutes late. Well. Ok. Va bene. So I got more or less comfortable on my bag in the freezing station concourse and waited. Two hours later I was on the freezing train. Half an hour later it set itself in motion.

Das Hostel of the Sun ist bunt. Und Luca an der Rezeption - der schon eine Ewigkeit hier sein muss, wie ich den zahllosen Fotos entnehmen kann - versteht es, alle Sympathien für sich zu gewinnen. Fünf Minuten nachdem ich das gemütliche Hostel betreten habe, bin ich bereits nur noch die "Intellektuelle". Ich könnte mir schlimmere Spitznamen vorstellen. Meine erste Erkundungstour führt mich direkt ans Meer. Schon im Zug war ich mal wieder begeistert, das in der Sonne funkelnde Blau zu sehen.
"Man mag sich hier an Rom gar nicht zurückerinnern: gegen die hiesige freie Lage kommt einem die Hauptstadt der Welt im Tibergrunde wie ein altes überplatziertes Kloster vor." (Italienische Reise, Goethe)
So weit würde ich persönlich nicht gehen, aber eine schöne Stadt direkt an der Küste mit dem eindrucksvollen Vesuv im Hintergrund ist eine Aussicht, die ich mit ausführlichen Spaziergängen nur zu gerne länger geniessen würde. Der scharfe kalte Wind treibt mich aber bald wieder ins Hostel.

The Hostel of the Sun is colourful. And Luca behind the counter - who must have been here since forever, which I figure from looking at the many fotos on the walls - is able to win the favors of every new guest within seconds. Five minutes after I stepped into the comfortable hostel I've already been labelled just as "The Intellectual". I could think of worse nicknames. My first tour leads me right to the sea. Already from the train I was once more fascinated of seeing the sparkling blue. And I could really get used to the view of a beautiful city right on the coast with Vesuvius in the background. But the high and cold wind is making me get back to the hostel soon.

Den Valentinsabend verbringe ich mit dem Austausch von Lebensentwürfen mit Australiern, Kanadiern, Italienern und Deutschen. Zwischendurch ruft mich Mario an (der Besitzer des Hostels in Rom) und versichert mir, dass ich im Hostel of the Sun gut aufgehoben bin und dass Luca ein guter Freund von ihm sei. Vitamin B ist in Italien von besonderer Wichtigkeit. Und ich scheine mich bereits ganz gut damit versorgt zu haben.

I spend Valentine's evening exchanging life plans with Australians, Canadians, Italians and Germans. In between I get a call by Mario, who assures me that I'm in the best hands at Hostel of the Sun and that Luca is a good friend of his. Relationships are essential in Italy. And I seem to be already adequately supplied.

Der heutige Stadtrundgang fiel leider kürzer aus als geplant. Nicht nur weil es immernoch schneidend kalt ist, sondern auch weil die Stadt sich sonntags von ihrem sonstigen Trubel ausruht. Ich sehe beispielsweise die neue Stadtburg in Küstennähe oder San Francesco di Paola, die mich nicht zufällig an Pantheon und Petersplatz erinnern. Die Zeit um das nahe Pompeji zu besuchen finde ich leider nicht; aber eine Ausstellung im Museo Nazionale über die ebenfalls im Vulkanausbruch untergegangene Stadt Herculaneum kann mir mindestens einen kleinen Einblick in den Horror und die Verzweiflung geben, welche die Einwohner dieser Stadt in den letzten Momenten empfunden haben müssen.

Today's city tour was shorter than planned. Not only because it's still freezing cold, but also because on sundays the city takes a break from its usual fuss and confusion. I see the new city castle near the coastline or San Francesco di Paola, which strikingly reminds me of Pantheon and St Peter's square. Unfortunately I don't find the time to visit Pompeji; but an exhibition about Herculaneum, a city that got destroyed in a volcanic eruption as well, can at least give me a small impression of the horror and despair that the inhabitants must have felt in their last moments.

2 Kommentare:

Unknown hat gesagt…

Haha, du weisst ja wohl welchen Spitznamen du in Zukunft hast? !!!

Viktoria Knuth hat gesagt…

Tja, nur leider bist du zu weit weg um den Spitznamen angemessen zu verbreiten :p